Wie Sie Anzeigenwerbung auf rechtspopulistischen Websites im Google Displaynetzwerk vermeiden

Wer möchte schon mit seiner Werbung neben rechtsextremen oder rechtspopulistischen Inhalten im Internet erscheinen? Dies könnte die Marke oder bei KMU's zumindest den Ruf gefährden. Während man sich beispielsweise bei grösseren Werbenetzwerken wie affili.net oder zanox einigermassen sicher sein kann, dass dies nicht passiert, gibt es eine Werbeform, wo die Unsicherheit durchaus ins Gewicht fällt:

Aus Werbersicht ist das Google Displaynetzwerk und auch "Remarketing-Werbung", eine tolle Sache:  Man sagt Google einfach, dass man auf Websites werben möchte, gibt vielleicht noch Interessen vor, und Google verteilt die Anzeigen im Partnernetzwerk, bei der jeder Webmaster seine Seite anmelden kann. Für Google ist zunächst nur wichtig, ob auf die Anzeigen auch geclickt wird - der Inhalt der Website spielt erst einmal keine Rolle.

 

Remarketing funktioniert ähnlich wie das Google Displaynetzwerk: Leute, die eine Website besucht haben, bekommen die zugehörigen Werbeeinblendungen auf anderen Websites angezeigt und werden an die Angebote erinnert.

 

Der Erfolg gibt diesen Werbeformen Recht - der Return on Invest ist meist akzeptabel gut. Doch manch grösseres Unternehmen musste unlängst schlechte Erfahrungen machen: Laut Report Mainz fanden sich Werbeeinblendungen vieler prominenter Firmen wie Aldi, Lufthansa oder VW auf rechtsradikalen Websites.

 

Dies kann jedem Unternehmen passieren, welches diese Google-Werbemöglichkeiten nutzt und das bei der Feinjustierung für Werbung nicht sorgfältig genug ist: Denn grundsätzlich können sich Websitebetreiber jeglicher politischer Coleur bei Google anmelden und Werbeflächen für Google zur Verfügung stellen - die Inhalte des neuen Google-Werbepartners werden nicht automatisch auf politische Ausrichtungen geprüft (Anmerkung: Sehr wohl aber auf pornografische, dies ist vom Algorithmus offenbar leichter zu bewerkstelligen).
 
Man kann und sollte versuchen, Werbeschaltungen auf solchen Websites zu vermeiden und eine Ausschlussliste im Google-Adwords Konto anlegen - also eine Liste mit Websites, wo Sie nicht werben möchten. Dies ist problemlos möglich. Eine 100%ige Sicherheit gibt es aber nicht: Ständig können neue Websites online gehen und sich im sogenannten Google-Displaynetzwerk anmelden. Also kann es immer wieder passieren, dass Ihre Werbung in einem Umfeld gezeigt wird, welches Ihnen als Werbetreibender nicht gefällt.

Letztendlich hilft da nur eine Kontrolle im Nachhinein: Im Google-Adwords Konto kann man unter dem Reiter "Placements" sehen, wo die Anzeigen erschienen sind.

 

So eine Liste kann recht lang sein und u. U. mehrere tausend Websites umfassen. Wenn man noch dazu bedenkt, dass nicht jede Website auf Anhieb als rechtsextrem oder rechtspopulistisch erkennbar ist (z. B. "kopp-verlag.de" klingt doch zunächst einmal harmlos), bleibt einem nichts anderes übrig, als sich die Websites auch noch anzuschauen. Wir helfen Ihnen gern, wenn Ihnen die Zeit hierzu fehlt und optimieren Ihre Google Adsense Ausschlussliste. Sie sollten ohnehin nur auf Websites Werbung schalten, die einen "return on invest" erbringen.

Gerne stellen wir von "internet-werbung.koeln" hier eine Ausschlussliste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) zur Verfügung - einfach kopieren und an der entsprechenden Stelle in Ihrem Adwords-Konto ("Gemeinsam genutzte Bibliothek / Kampagnen-Placement Ausschlüsse" - vgl. Grafik rechts) einfügen und dann allen Werbekampagnen zuordnen. Wenn Sie möchten, können Sie uns auch kontaktieren - wir prüfen für Sie, wo Ihre Anzeigen im Google-Displaynetzwerk erscheinen und informieren Sie zu bedenklichen Websites.

 

Nachfolgend unsere Liste, die Sie gerne in ihrem Adwords-Konto hinzufügen können. Falls auf der Liste noch Websites fehlen - wir freuen uns, wenn Sie uns entsprechende Webadressen zukommen lassen. Vielleicht erhalten wir so eine möglichst umfassende

 

"No-Ad-Liste gegen rechtspopulistische Websites":

https://www.afd.de/

die-rechte.com
https://jungefreiheit.de
https://legida.eu
nationales-versandhaus.de
pro-koeln.org
pro-nrw.net
www.alternativefuer.de
www.antisem.it
www.bgd1.com
www.kopp-verlag.de
www.mupinfo.de
www.npd.de
www.pegida.de
www.pi-news.net
www.pro-deutschland-online.de
www.rep.de
www.ring-nationaler-frauen-deutschland.de
www.stocker-verlag.com
www.svponline.de
www.widerstand.info

http://www.breitbart.com/

 

Ausgesprochen rechtskonservativ, aber nicht zwangsläufig rechtspopulistisch:

www.preussische-allgemeine.de (vgl: Wikipedia)

 

P.S.: Viele der genannten Websites sind nicht im Google-Displaynetzwerk angemeldet und werden dennoch vorsorglich hier aufgeführt: Webmaster solcher Websites haben nur 5 Minuten Arbeit, um sich entsprechend zu registrieren. Es schadet also gar nicht, wenn Sie diese Websites schon im Voraus auf Ihre Ausschlussliste setzen.